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In der Fotografie, egal ob analoger oder digitaler, findet eine Aufzeichnung von Licht statt. Das bedeutet, dass Fotografie von Licht abhängig ist. Da das zur Verfügung stehende Licht je nach Tages-, Jahreszeit oder Beleuchtungsquellen variiert und sowohl digitale als auch analoge Fotografie nur einen begrenzten Helligkeitsunterschied in einem Bild verarbeiten kann, muss eine Kamera sich an das vorhandene Licht anpassen bzw. angepasst werden. Die Menge des einfallenden Lichts wird hierbei von Blende und Belichtungszeit begrenzt. Zudem wirkt die Lichtempfindlichkeit des Systems, der ISO-Wert auf die Umsetzung des einfallenden Lichts. Um zu wissen, welche Werte zu einer optimalen Belichtung führen, muss eine Messung des vorhandenen Lichts (meist mittels eines Belichtungsmessers) stattfinden.

 

Aktuelle Kameras (egal ob analog oder digital) bieten meist mehrere Belichtungsmessverfahren auf Basis der TTL-Technik an, sodass ausgehend von der Motivsituation das optimale Verfahren vom Fotografen ausgewählt werden kann.

  • Mittelbetonte Integralmessung
  • Spotmessung
  • Selektivmessung
  • Mehrfeldmessung

Die Mittelbetonte Integralmessung ist für viele Motivsituationen geeignet war daher lange Zeit bei vielen Kameras das Standardbelichtungsmessverfahren. Hierbei wird das Gesamtbild mit in die Messung einbezogen, der mittlere Bereich wird jedoch stärker gewichtet.

Der Unterschied zwischen Spot- und Selektivmessung ist fließend, während bei der Selektivmessung ca. 10% des Bildes zur Belichtungsmessung nutzt, wird bei der Spotmessung meist ein Bereich von weniger als 5% hierfür genutzt, dadurch kann mit der Spotmessung eine sehr genauer Belichtungsmessung eines kleinen Bildelements vorgenommen werden.

Da vielen Fotografierenden die Zusammenhänge der Belichtungsmessung nicht bekannt sind und es daher, mit den vorher genannten Methoden, bei schwierigen Motivsituationen häufig zu falsch belichteten Fotos kam, haben die Kamerahersteller die Messsysteme weiter verfeinert.

Bei sehr starken Helligkeitsunterschieden im Bild können nicht alle Bildelemente ausreichend belichtet werden.

Belichtungsmesser können in der Regel nicht zwischen helleren und dunkleren Farben unterscheiden, sie sind farbenblind. Bei farbigen Objekten die das Licht unter gleich bleibender Beleuchtung unterschiedlich stark reflektieren schließt die Kamera nicht auf verschiedene Farben, sondern auf unterschiedliche Beleuchtungssituationen.

Wenn das Hauptmotiv nur eine kleine Fläche vom Bildausschnitt ausmacht, nimmt die Belichtungsautomatik der Kamera diese Flächen häufig nicht als relevant wahr, was bei starken Kontrasten zu einer Fehlbelichtung des Hauptmotivs führen kann.

Bereits in den vorangegangenen Artikeln zum Thema Belichtung wurde immer wieder auf die Belichtungskorrektur als Möglichkeit zur Veränderung der Belichtung hingewiesen. Hierbei nutzt der Fotograf die entsprechenden Bedienelementen der Kamera, um eine Helligkeitskorrektur nach Minus (- Bild wird dunkler) oder nach Plus (+ Bild wird heller) zu erreichen.

Die Digitalfotografie bietet uns ein sehr interessantes Werkzeug um die Belichtung abschätzen zu können, das Histogramm. Diese gibt dem Fotografen detaillierte Informationen zur Helligkeitsverteilung im Foto.

Die Bildqualität von Digitalfotos ist unter anderem von Dateiformat und Kompressionsstärke abhängig. Auch auf die Korrekturmöglichkeiten hat das gewählte Format einen entscheidenden Einfluss. Dieser Artikel verdeutlicht die Unterschiede von RAW- und JPG-Aufnahmen am Beispiel der Belichtung bzw. des Belichtungsspielraums.

Die richtige Belichtung in der Digitalfotografie!?
Bei Digitalfotografie stehen sich in Bezug auf die richtige Belichtung verschiedene Methoden bzw. Philosophien gegenüber.

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