Die Blaue Stunde – Stunde der Künstler, Romantiker und eben auch der Fotografen. Zu pathetisch? Fakt ist zumindest, dass zu dieser Tageszeit mit der entsprechenden Aufnahmetechnik äußerst interessante Fotos entstehen können. Der Himmel ist dabei von einem tiefen Blau erfüllt.
Diese Lichtsituation kann nach Sonnenuntergang beobachtet werden. Jedoch nicht an jedem Abend, auch hier spielen atmosphärische Gegebenheiten eine wichtige Rolle. Dadurch, dass das Restlicht des Himmels im Vergleich zum Tageshimmel nicht sehr stark ist, sind Motive, die von Kunstlicht beleuchtet werden und zudem Himmelspartien enthalten, sehr gut mit der Kamera zu erfassen. Zudem steht das intensive Blau des Himmels in interessantem Kontrast zu den meist rötlichen, gelblichen oder grünlichen Kunstlichtquellen. Es empfiehlt sich, ein Stativ zu verwenden. Aufgrund des negativen Einflusses auf die Bildqualität (Bildrauschen) sollte auf eine Erhöhung des ISO-Werts verzichtet werden. Als Belichtungsprogramm bietet sich die Zeitautomatik (A, AV) an. Hiermit kann die Schärfentiefe entsprechend kontrolliert werden.
Weitere Aspekte die bei der Aufnahme von Vorteil sein können
- Fernauslöser / Zeitauslöser
- Manuelle Fokussierung
Im Folgenden sehen Sie einige Beispiele von Motiven, die von Kunstlichtquellen beleuchtet werden und zur Blauen Stunde aufgenommen wurden. Die ersten beiden Aufnahmen wurden auf Diafilm (Umkehrfilm) aufgenommen. Die darauf folgenden Fotos wurden mit einer digitalen Spiegelreflexkamera aufgenommen.

- Luxor-Tempel (Ipet-resit) – Ägypten 1996

- Eilean Donan Castle – Schottland 1992

- Havanna – Kuba 2008

- Kuba 2008

- Neptunbrunnen – Florenz – Italien - 2007
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